Schon gewusst? Sahara und Tornado im eigenen Weinberg.

Erstellt am:Autor:Benjamin Schmitt

Immer neugierig bleiben und die Augen für Neues offenhalten, das machen wir für Dich. Vor allen Dingen beim Thema Digitalisierung im Weinbau. Heute sind wir aber gar nicht digital unterwegs und schreiben über das deutsche Wein-Wetter und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Weingüter.

Mitgehangen mitgefangen. Es geht nur gemeinsam mit der Natur

Es passiert immer öfters. Frost, Jahrhunderthitze, Tornados, Hagel. Zu viel Zucker, zu viel Alkohol, Krankheiten, Schädlinge, umgeknickte Reben, zerstörte Trauben. Am Ende ein großes Problem für den zukünftigen deutschen Weinbau? Das Monstrum Klimawandel macht aber bereits schon heute den Weinbau in Deutschland unberechenbar. Doch die wirkliche Gefahr sind die extremen Wetterlagen. Nicht die Hitze oder der Frost alleine tut dem Wein nicht gut. Nein, es sind vor allem Gewitter und Hagel, die den Trauben deutlich zu schaffen machen und für große Einbußen bei der Ernte sorgen. Kommt dann noch ergänzend eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzu, so ist schnell der Pilz und andere Schädlinge im Weinberg.

It's gettin' hot in here

Zu wenig Wasser, hohe UV-Strahlung, verbrannte Beerenhäute. Wird es zu warm für das Weißweinland Deutschland und werden wir in Zukunft noch unkomplizierte, leichte Sommerweine mit wenig Alkohol produzieren können? Tatsächlich wachsen bei uns 65% weiße und 35% rote Rebsorten und die klimatischen Bedingungen ähneln immer mehr denen in Sizilien. Forscher arbeiten deshalb bereits an Verfahren, Zucker aus Trauben zu entziehen oder den Alkoholgehalt im Endprodukt zu reduzieren. Ist das eine Lösung oder sehen wir bald Rot? Unbestritten müssen aktuelle Anbaugebiete, Anbaugewohnheiten und Rebsorten überdacht und herausgefunden werden, welche Lagen sich zukünftig für den Weinbau anbieten.

Die „Gewinner“ des Klimawandels

Die Gewinner des Klimawandels, wenn man das überhaupt so formulieren kann, könnten am Ende nördliche Länder, wie bspw. England, Kanada und Nordchina sein. Für Winzer in Südeuropa wird es vermutlich immer schwieriger passende Rebsorten zu finden. Für unsere Lieblings-Rebsorte Riesling dürfte es langfristig auch etwas zu warm werden, aber grundsätzlich führt die Klimaveränderung dazu, dass in Deutschland bessere Weine produziert werden können und mehr Anbaugebiete entstehen. Denn die Anbaugrenzen werden sich deutlich nach Norden verschieben und Anbaugebiete wie Brandenburg oder Sachsen werden davon definitiv profitieren. Im Zweifel wird der deutsche Winzer in Zukunft Rotweinsorte anbauen, die es bisher nur in Italien, Spanien oder Frankreich gab. Es geht eben nur mit der Natur. Und das das geht, beweisen unsere Winzer schon heute.

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