„Herbst im Weingut“

Erstellt am: Autor:Christian Händel Kategorien:Aktuelles

Seit einigen Tagen schlummert der neue Jahrgang 2016 in den Fässern und Stahltanks der Winzer in ganz Deutschland. Um besser die Anstrengungen im Keller und die damit verbundenen Anforderungen an die eingesetzte Software zu verstehen, haben wir das Weingut Seckinger bei seiner Arbeit im Herbst begleitet und möchten Euch an dieser Stelle unsere Erfahrungen schildern.

Das Weingut Seckinger

Phillip und Jonas Seckinger sind zwei junge Weinmacher aus dem Herzen der Pfalz. Sie haben erst vor einigen Jahren den Familienbetrieb von ihren Eltern übernommen. Was als reiner Weinanbau-Betrieb begann, formen die beiden nun mit viel Hingabe zu einem eigenständigen Weingut um. Von Beginn an setzt sich das Sortiment aus ausschließlich spontan vergorenen Weinen zusammen.

Ein Tag im Weinberg

Während der Hauptlese begleiteten wir Familie Seckinger einen Tag bei der Ernte im Weinberg. Wenn Seckingers ihre Trauben in den Keller bringen, stehen Generationen im Weinberg, von 12 bis 90 Jahren ist alles dabei. Die Arbeit im Wingert ist alles Handarbeit und was zählt, sind die Trauben. Die eingesetzte Technik ist seit Jahren erprobt und technische Hilfsmittel, außer Traktor, Eimer und Traubenschere, sucht man hier vergebens. Für uns ein absolutes Highlight war die Brotzeit im Wingert. Kaum brach die Mittagszeit heran, waren unter freiem Himmel in kürzester Zeit Tische gedeckt und Getränke ausgeschenkt. Gegen 16 Uhr waren die letzten Trauben im Keller und die Arbeit der Weinmacher begann. Noch auf dem Weg in den Keller erschienen dabei die ersten Bilder zu den neuen Weinen in diversesten Social Media Kanälen und erzeugten viel Begeisterung.

Im Keller Mäuschen gespielt

Nachdem alle Lagen abgeerntet und die Trauben eingebracht waren, haben wir Phillip und Jonas erneut im Keller besucht, um ihnen bei Ihrer eigentlichen Arbeit über die Schulter zu schauen. Beeindruckend ist dabei die Genauigkeit und Geduld, die die zwei an den Tag legen. Jede Minute im Keller werden die Fässer und Tanks kontrolliert, um zu erfahren, ob die natürlichen Hefen ihre Arbeit verrichten und die Weine auf dem richtigen Weg sind. Von außen betrachtet gleicht die Arbeit an den Weinen dem Blick in eine Kristallkugel. Wo wir als Projektmanager und Software-Entwickler nur getrübt in die Zukunft schauen und nur sehr wenig herausschmecken, liegt für die zwei Brüder der Weg ganz klar vor ihnen.

Was haben wir gelernt?

Zurück am Schreibtisch haben wir uns sehr intensiv mit unseren Erfahrungen aus dem Weinberg und dem Keller auseinander gesetzt. Die Arbeit im Weinberg, die wir erlebt haben, findet weit weg von Software und Technologie statt. Sobald der Wein jedoch im Keller schlummert, greifen Winzer immer wieder auf die Hilfe von Software und kleineren Apps auf dem Smartphone zurück. Dabei konnten wir die Schwachstelle der kleinen Helferlein hauptsächlich im Bereich der Benutzbarkeit ausmachen. Zusätzlich bereitet die fehlende Internetversorgung im Keller oder in ländlichen Regionen immer wieder Schwierigkeiten. Ist aber eine gute Internetanbindung vorhanden, kann eine leicht zu bedienende Cloud-Lösung den Alltag der Winzer deutlich vereinfachen und viel Arbeit abnehmen.

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