„Wir sind Vinou! - Eric“

Erstellt am: Autor:Christian Händel Kategorien:Aktuelles

Für uns von Vinou geht es richtig los, wir sind in das wundervolle Mainz gezogen. Mainz hat einiges zu bieten, allen voran der leckere Wein, den man an jeder Ecke bekommt. Aber nicht nur das ist neu für uns, wir haben uns natürlich Unterstützung ins Boot geholt.

Heute lernt Ihr Eric kennen. Er unterstützt uns seit dem 01. Mai 2018 tatkräftig als Entwickler.

Wir haben uns mit Eric unterhalten und wollten mehr erfahren. Seht selbst:

Eric, wie du heißt wissen wir nun. Erzähl uns etwas über Dich?

Als gebürtiger Thüringer hat mich mein Studium 2002 ins schöne Koblenz verschlagen. Ich wollte damals schon etwas anderes machen, Neues entdecken und hatte wenig Interesse an den ganzen Standardstudiengängen. Nach langer Suche fand ich dann Computervisualistik an der Universität Koblenz, eine Mischung aus Informatik, Medientechnik, Design und, was mich am meisten überzeugte, Computerspielen. Zwei Anrufe später war ich eingeschrieben und hatte einen Platz im katholischen Studentenwohnheim. Hierzu muss man sagen, dass den Katholiken zwar ein sehr prüder Ruf vorauseilt, sich dieser aber nur in Form von Kruzifixen an den Wänden zeigte. Ansonsten war dies bis dato die beste Entscheidung meines Lebens. Nicht nur, dass ich dort meine Liebe zu Wein entdeckte, ich lernte dort auch meine heutige Ehefrau kennen.

Neben Programmieren und allem, was sonst noch mit Computern zu tun hat, versuche ich in meiner Freizeit das Ding so oft es geht auch einfach abzuschalten und mich meinen vielen anderen Hobbies zu widmen. Ich spiele seit frühester Kindheit Gitarre und liebe kaum mehr, als mit dem Rest der Band auf irgendeiner Bühne abzugehen. Achso, ja wir machen Metal! :)

Weiterhin fahre ich schon fast genauso lange ambitioniert Skateboard und alles, was mit einem Brett unter den Füßen zu tun hat. Ob Snowboard, Surfboard, Kite, …so oft es eben geht. Teilweise werden Urlaube dann auch extra so gestaltet, dass ich auf meine Kosten komme.

Was hast du bisher gemacht?

Schon gegen Ende meines Studiums habe ich angefangen mich selbstständig zu machen. Angefangen mit günstigen Webseiten für kleine und mittelständische Unternehmen lernte ich ständig hier und dort neue Leute kennen und kam schnell auch in größere Projekte hinein, wo ich dann von Arztpraxensoftware über GPS-Tracking bis hin zu komplexen Cloudanwendungen ein sehr breites Spektrum an Softwareentwicklung erleben und z.T. selbst gestalten durfte. Am meisten Spaß macht mir dabei, dass jedes Kundenprojekt anders ist und ich dadurch immer sowohl konzeptionell als auch programmiererisch oder designerisch tätig sein kann. Genau diese Abwechslung und dem Kunden dabei trotzdem immer höchste Qualität zu bieten, macht für mich meine Arbeit aus.

Wieso bist du zu uns gekommen?

Nachdem ein längeres Projekt Ende 2017 ausgelaufen war, habe ich auf den bekannten Freelancer-Plattformen nach interessanten Anfragen geschaut. Neben den üblichen Annoncen mit meist sehr trockenen, nüchternen und teils unsinnigen oder widersprüchlichen Anforderungsbeschreibungen fiel mir das Jobangebot von Vinou ins Auge. Nicht nur, dass das Projekt interessant klang und dort genau meine aktuellen Lieblingskompetenzen gesucht wurden, die Anzeige sprach mich von ihrer ganzen Art und Weise einfach an. Dieses Bild wurde dann beim Vorstellungsgespräch komplett bestätigt. Die Jungs hinter Vinou sind ein junges frisches Team, das vor Ideen und Tatendrang nur so sprudelt – ich habe mich vom ersten Moment an wohlgefühlt und gehe mit Spaß an die Arbeit.

Wenn du etwas ändern würdest was wäre das?

Oh, da sind so viele Dinge: Meine Frau sagt jetzt schon manchmal, dass ich mich anhöre wie ein alter Opa, der über alles und jeden meckert. Jedoch sind dies meist nur Kleinigkeiten. Wirklich wichtig wär mir z.B. die fortschreitende Verdummung nicht nur im deutschen Fernsehen aufzuhalten und umzukehren. Früher hatten z.B. die öffentlich rechtlichen eine Bildungspflicht. D.h. das Kinderprogramm musste einen bestimmten pädagogischen Anspruch wahren. Weiterhin kann die Menschheit gut und gerne auf Pseudowissenschaftssendungen wie z.B. Galileo verzichten. Hier wird teilweise solcher Blödsinn erzählt und die durchgeführten Tests haben absolut nichts mit wissenschaftlicher Beweisführung zu tun. Was ist aus der Sendung mit der Maus geworden?

Wie sieht die Welt in deinen Augen in 150 Jahren aus?

Mit viel Glück sind wir in 150 Jahren technologisch ein gutes Stück weiter – mit etwas weniger befinden wir uns wieder in der Steinzeit.

Beide Varianten haben für mich dabei etwas Positives: Wenn wir es schaffen uns weiterzuentwickeln, ohne uns dabei zu vernichten, dann sind wir nach Moor‘s Gesetzt in 150 Jahren im Roboterzeitalter mit Nanotechnologie und allem was damit dann möglich sein soll: wir besiedeln den Mond, machen Urlaub auf dem Mars und das aller Wichtigste, wir werden uns auch geistig soweit entwickelt haben, dass die Menschheit als Ganzes funktioniert und nicht mehr nur aus einer Ansammlung von rivalisierenden Ländern besteht.

Die zweite Variante hat aber auch ihre positiven Seiten: Sollte es dazu kommen, dass wir uns wieder in die Steinzeit katapultieren, dann wird sich genau dieses Ereignis so tief ins Gedächtnis der verbleibenden Erdenbewohner einbrennen, dass zukünftige Generationen den gleichen Fehler hoffentlich nicht erneut machen.

Bezüglich Wein sehe ich beide Varianten eher skeptisch. Durch die zunehmende Technisierung und die gleichzeitigen ökologischen Veränderungen gedeiht Wein jetzt schon fast nirgends mehr so wie vor 100 Jahren. Ich denke, dass es in 150 Jahren den Weinbau wie wir ihn kennen kaum noch geben wird und wenn dann nur noch zu touristischen Zwecken. Eher wird es spezielle Wetter-Gewächsanlagen geben, in denen dann ein bestimmter, auf die jeweilige Weinsorte zugeschnittener Wetterablauf vollautomatisch und ganzjährig läuft. Der Mensch würde hier kaum noch gebraucht werden außer, um im nächsten Zyklus vielleicht das Wetter anders zu programmieren.

In der Steinzeit hingegen hätte man wieder richtigen Weinbau in Handarbeit.

Wo siehst du dich denn in 10 Jahren?

Rockstar!

Nein, Scherz beiseite. Es wäre zwar schon ein Traum mit der Band so erfolgreich zu sein, dass ich meinen Lebensunterhalt davon bestreiten, kann aber wie gesagt, das ist ein Traum.

Realistischer sind eher ein Haus (am besten irgendwo, wo es warm ist), zwei Kinder, eine gute Altersvorsorge und eine glückliche Ehefrau. Und das allerwichtigste: immer noch Spaß an der Arbeit.

Wenn du Winzer wärst was würdest du in den nächsten 2 Jahren machen?

Oh, das ist schwer zu sagen. Bin ich eher der junge dynamische Winzer, der viel Geld verdienen will? Dann schaue ich mich zügigst nach subtropischen Weinsorten um, damit wenn es die nächsten Jahre nur heißer und heißer wird, meine Ernte stabil bleibt.

Bin ich eher der traditionsbewusste Familienbetrieb, wo alles seit Generationen nur mit eigener Hand gemacht wird, dann versuche ich mir ein zweites Standbein mit einem Restaurant oder einem kleinen Weinmuseum aufzubauen. Falls dann doch mal eine Ernte ausfallen sollte, kann ich so zumindest den Touristen den Weinbau, wie er früher einmal war, näher bringen und so die Familientradition in gewisser Weise fortsetzen.

Wenn du uns heute ein Glas Wein einschenken würdest, welcher wäre das?

Einer meiner All-Time-Favourites ist ein feinherber, sehr fruchtiger und spritziger Riesling aus der Nähe von Cochem. Das kleine Weingut Hermmann Josef Schneiders in Mesenich hatte ich während meiner Studienzeit kennengelernt, als der Sohn von Herrn Scheiders, auch ein Bewohner des Wohnheims, mich fragte, ob ich nicht Lust hätte bei der Auslese zu helfen.

Ansonsten bin ich immer für ein Glas schweren aber fruchtigen Spätburgunder zu begeistern.

 

Spitze! Vielen lieben Dank.

 

 

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