„Wir sind Vinou! - Moritz“

Erstellt am: Autor:Christian Händel

Seit kurzem sind wir auch vor Ort unterwegs. Moritz ist seit dem 01. September 2018 im Außeneinsatz unterwegs und besucht euch gerne auch im Weinkeller.

Wir haben Moritz ein bisschen über sein Leben ausgefragt. Seht selbst:

Moritz, erzähl uns etwas über Dich?

Ich bin dieses Jahr dem Club der 30-Jährigen beigetreten und muss rückblickend sagen, dass es gar nicht so schlimm ist, wie erwartet. Ich habe weder den Spaß am Leben, noch das kindliche Mann Sein verloren. Vor 30 Jahren waren meine Eltern der Meinung, dass es besser für mich sei, das Licht der Welt auf der ebschen Seit (in diesem Fall Wiesbaden) zu erblicken, seitdem habe ich jedoch 11139 Tage im schönen Mainz verbracht.

In meiner Freizeit koche ich sehr gerne und begeistere mich für frische, hochwertige Zutaten. Bei der Zubereitungsart bin ich flexibel. Wir gehen aber auch sehr gerne essen und sparen uns dann den gemeinsamen Abwasch, denn das ist das Einzige, was ich am Kochen nicht mag.

An Wochenenden gehe ich gerne mal ins Fußballstadion und abends geht es mit Freunden in eine der vielzähligen Weinstuben oder Straußwirtschaften in Mainz und Umgebung.

... und was hast du bisher beruflich gemacht? 

Auf das Abitur folgte eine Industriekaufmannslehre. Die 2 ½ Jahre waren eine lehrreiche Zeit und haben mir aufgezeigt, dass eine reine Bürotätigkeit mich nicht zufrieden stellen wird. Im Zuge dessen habe ich mich mit dem Studium, Weinbau & Oenologie, in Geisenheim befasst und habe dieses nach 18 Monaten auf 2 rheinhessischen Weingütern auch begonnen. In meiner Geisenheimer Zeit und auch schon davor hatte ich die Freude viele interessante Jungwinzer kennenzulernen. In dieser Zeit bin ich auch erstmals, als Aushilfe bei einer Mainzer Weinhandlung, mit dem Weinhandel in Berührung gekommen. Nebenher habe ich einem Bekannten eine kleine Weinvertriebsfirma gegründet, in der wir mit jungen Nachwuchswinzern aus der Region zusammenarbeiten und diese Weine vertreiben.

Nach dem erfolgreichen Abschluss meines Studiums in Geisenheim bin ich zunächst bei einem Lebensmitteleinzelhändler in Mainz gelandet und habe dort, zusammen mit Kollegen, die Wein – und Spirituosenabteilung betreut. Allerdings war für mich recht schnell klar, dass ich weiterziehen werde, auch wenn die Beratung und der Kundenkontakt viel Spaß gemacht haben. Anfang 2017 habe ich meine neue Tätigkeit als Gebietsverkaufsleiter für einen der großen Wein- und Spirituosenimporteure in Deutschland, im Rhein-Main-Gebiet begonnen. In dieser Zeit habe ich die großen LEH Ketten betreut und konnte einen guten Überblick in diese Welt erlangen.

Und um noch mehr Luft im Weingeschäft zu schnuppern, bist du zu uns gekommen?

Mit der Zeit ist mir der Bezug zum großartigen Produkt Wein, vor allem auch der regionale Aspekt, zu sehr auf der Strecke geblieben. So war ich jetzt nicht aktiv auf der Suche nach einem neuen Job, aber wie der Zufall so spielt, wurde der Kontakt zu euch über einen Bekannten hergestellt. Nachdem wir dann mal telefoniert hatten, habe ich mich mit euch in Mannheim getroffen. Die Chemie hat ziemlich schnell gestimmt und so habt ihr mich auch recht zügig von Vinou überzeugen können. Ohne Frage macht man sich dann nochmal Gedanken, ob man den sicheren Hafen verlässt, aber letztlich hat der Reiz eines Start-ups und auch das Konzept an sich überzeugt, um mich mit euch in ein großes Abenteuer zu begeben.

Abenteurer wollen etwas ändern, was wäre das bei dir? 

Allgemein wäre ich ein großer Fan von grünen Wellen, nichts ist nerviger als an roten Ampeln zu stehen ;-) In Bezug auf den Weinmarkt würde ich mir wünschen, dass weniger schlechter Wein auf den Markt kommt und, dass die Leute das Produkt und die Herstellung mehr zu schätzen wissen sollten. Es schlummern mit Sicherheit noch etliche unbekannte, hervorragende Winzer in Deutschland, diese zu entdecken und einen Zugang zum Markt legen, würde mir sehr viel Spaß machen. Eine Art Foodhunter nur für Wein eben.

Wenn das alles klappt, wie sieht denn dann die Welt in deinen Augen in 150 Jahren aus?

Das ist eine sehr gute Frage. In Zeiten der aktuellen Weltpolitik, hoffe ich, dass die Völker der Welt bestmöglich miteinander zusammenleben und es sich alles wieder ein wenig beruhigt. Was den technischen Fortschritt angeht, wäre es cool, wenn man sich bis dahin beamen könnte. Vielmehr sollte sich auf der technischen Seite gar nicht ändern, nicht, dass doch bis dahin Roboter die Weltherrschaft an sich gerissen haben. In Bezug auf den Weinbau werden sich durch den Klimawandel die Weinbauzonen verschieben, sodass man auch weit im Norden großflächige Rebflächen vorfinden wird.

Wo siehst du dich denn in 10 Jahren?

In 10 Jahren würde ich gerne ein schmuckes Weingut mit Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten führen. Wenn dann auch paar eigene Kinder auf dem Weingut rumhüpfen, hätte ich nichts dagegen. Bis dahin haben wir zusammen Vinou® im Markt etabliert und stetig weiterentwickelt, sodass kein Winzer an unserer Software vorbeikommt.

Okay als Winzer muss man ja auch mal kurzfristig planen, wenn du jetzt schon Winzer wärst, was würdest du in den nächsten 2 Jahren machen?

Ich würde mir auf jeden Fall die Vinou App zulegen. Ich bin ein großer Fan der Vereinfachung von Prozessen, die normalerweise viel Zeit fressen. Abgesehen davon würde ich neue Rebflächen zukunftssicher bepflanzen, wie zum Beispiel mit Malbec oder Merlot.

Ist das auch ein Wein den du uns heute einschenken würdest oder was ist deine Alternative?

Ich würde uns ein Glas trockenen oder feinherben Muskateller einschenken. Eine lange Zeit eine etwas verkannte Rebsorte, aber mit den blumigen frischen Aromen kommt diese Rebsorte momentan super bei mir an.

Dann auf dein Wohl, schön dass du bei uns bist!

Zurück